Die weltweit größte Sammlung von Unternehmensgeschichten

Das Centrum för Näringslivshistoria (Zentrum für Wirtschaftsgeschichte) ist eine unabhängige Organisation und befasst sich mit Wirtschaftsgeschichte in allen Formen.

Das Zentrum wurde 1974 als ideeller Verein zur Wahrung und Darstellung der Wirtschaftsgeschichte gegründet.

Heute kümmern sich 20 Mitarbeiter um die weltweit größte Sammlung von Archiven, Bildern, Filmen und Gegenstände von Firmen und Wirtschaftsverbänden.

Über siebentausend historische Betriebe sind bei uns vertreten, einige bestehen nicht mehr, doch die meisten gehören heute durch Fusionen größeren Konzernen an. Das älteste heute noch bestehende Unternehmen ist Brandkontoret (Brandbüro), das seine Tätigkeit 1746 aufnahm; zu den jüngsten gehören neu gegründete Firmen in der Consultingbranche. Die über sechzigtausend Regalmeter Archiv umfassenden Sammlungen umfassen Bank- und Finanzwesen, Versicherungswesen, Bau und Immobilien, Industrie und Schifffahrt bis hin zu Medien und Unterhaltung. Schwedische und ausländische Großunternehmen dominieren unter den Mitgliedsunternehmen, doch sind auch kleine und mittlere Unternehmen vertreten.

Das Bildmaterial ist ausgezeichnet und umfasst etwa fünf Millionen Fotografien von 1870 bis in die heutige Zeit. Die Filmsammlung zählt über 10 000 Filme, Werbespots, Industriedokumentation und viele weitere bewegte Bilder.

Unter den Gegenständen sind sowohl Werbe- wie auch Verpackungsprodukte zu finden, ein Teil der Sammlungen, u.a. die von Henkel Norden (Barnängen) beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts.

2007 eröffnete die Kulturministerin das Designarchiv, das die Designprodukten zu Grunde liegenden Verfahren zeigt. Die Arbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit Svensk Form und verfügt unter der Webadresse: www.designarkiv.se  auch über ein neues Portal für Designgeschichte.

Die Tätigkeit finanziert sich selbst und basiert auf Mitgliedsbeiträgen und in Rechnung gestellten Dienstleistungen für unsere Mitgliedsunternehmen (u.a. Lagerung sowie verschiedene Arten von Archivdiensten). Die eigene Firmengeschichte birgt für die Unternehmen häufig auch die Möglichkeit, sich über diese Geschichte internen wie auch externen Zielgruppen mitzuteilen.

Seit zehn Jahren verwendet das Centrum för Näringslivshistoria verschiedene Formate für die Übermittlung der Geschichte.
Bücher nehmen natürlich einen wichtigen Platz ein, ebenso wie Ausstellungen. Doch auch interaktive Präsentationen – CD, DVD sowie das Web – sind nun gut eingeführte Kanäle, über die wir Zielgruppen in Schulen, Forschung und Medien ansprechen können.

Eine weitere wichtige Aufgabe für das Zentrum ist die Versorgung der Forschung mit Material und auch die Identifizierung neuer Themen und Materialien. Das Forschungssekretariat des Zentrums arbeitet eng mit den Hochschulen und Universitäten zusammen und führt jedes Jahr eine Reihe von forschungsvorbereitenden Projekten durch, die durch Fonds und Stiftungen finanziert sind. Seminare und andere öffentliche Auftritte zielen darauf ab, den geschichtlichen Hintergrund bei Begriffen wie CSR, Globalisierung und Entstehen der modernen Wohlfahrtsgesellschaft darzulegen.

In unseren Räumen begrüßen wir gerne Besucher und Forscher wie auch Gruppen Interessierter und Führungskräfte, die die Geschichte ihres Unternehmens näher kennenlernen wollen. Unsere Homepage erreicht eine große Anzahl von Anwendern in Schulen und Forschung und genießt eine hohe Glaubwürdigkeit bei der Darstellung von Texten und Quellenmaterial mit der Möglichkeit, u.a. Übungsaufgaben bei der Quellenkritik zu üben.

Für uns ist ein ständiger Dialog mit unseren Auftraggebern aus dem Management und mit den Unternehmern, jedoch auch mit anderen Interessensgruppen wichtig. Dazu dient die Zeitschrift Företagsminnen (Firmenerinnerungen) als Kanal. In dieser veröffentlichen wir Artikel zur Wirtschaftsgeschichte und begleiten Literatur, Ausstellungen und Forschung auf diesem Gebiet.

Unter den englischsprachigen Veröffentlichungen gibt es z. B. www.ericssonhistory.com sowie „The AGA Story“, eine Darstellung des vom Nobelpreisträger Gustaf Dalén gegründeten Unternehmens, das nun Teil der Linde Gas AG ist.

Für weitere Informationen über die Tätigkeit des Zentrums und die Unterstützung bei der Wahrung und Darstellung von Unternehmensgeschichten wenden Sie sich bitte an den Geschäftsführer Alexander Husebye, bzw. an Edward Blom, Redakteur der Zeitschrift Företagsminnen.

 

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